Elisabeth Kaschak

 

Institut für Mikrobiologie und Weinforschung
Johannes Gutenberg-Universität
AK König
Johann-Joachim-Becherweg 15
55128 Mainz

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Diplom in Biologie (2009)
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

 

Biochemie der Quecksilbermethylierung durch Mikroorganismen aus dem Intestinaltrakt von bodenlebenden Invertebraten

Betreuer: Prof. Dr. König 

Methylquecksilber besitzt eine hohe Toxizität und steht daher im Fokus aktueller Umweltuntersuchungen. Methylquecksilber ist hundert mal toxischer als Quecksilber-(II). Aufgrund der hohen Lipophilität wird Methylquecksilber in Nahrungsketten akkumuliert und ruft in höheren Organismen irreversible neuronale Schäden hervor. Die Transformation von Quecksilberverbindungen kann chemisch oder mikrobiell erfolgen. Während der bisherigen Arbeiten im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs 826 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurden verschiedene Kulturen aus dem Darm des Kompostwurmes Eisenia foetida isoliert. Diese Organismen des Wurmdarmes wurden identifiziert und charakterisiert. Der Nachweis von Quecksilber und Quecksilberverbindungen in komplexen Proben (Wurm-gewebe, Kulturmedien) erfolgte nach Probenaufbereitung mithilfe der Gas Chromatographie-Atomfluoreszenzspektroskopie (GC-AFS) während die Quantifizierung mit der Isotopen-Verdünnungsmethode und Gas Chromatographie mit nachfolgender Massenspektrometrie mit induktiv gekoppelten Plasma (ID-GC-ICP-MS) durchgeführt wurde.<br>Diese Arbeit soll einen Beitrag zum Verständnis der biotischen Umsetzung von Quecksilber zu Methylquecksilber oder anderen organischen Quecksilberverbindungen leisten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Biochemie der mikrobiellen Quecksilbermethylierung. Es sollen die Enzyme untersucht werden, die an der Methylierung beteiligt sind (Proteomics). Dabei werden 2D-Elektrophorese, Matrix Assisted Laser Desorption Ionization Time of Flight Massenspektrometrie (MALDI-TOF) oder Elektrospray Ionisation Massen-spektrometrie (ESI-MS) eingesetzt.