Ute Thorenz (geb. Müller)

Institut für Anorganische und Analytische Chemie
Johannes Gutenberg-Universität
AK Prof. Dr. Hoffmann
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55128 Mainz

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Diplom in Chemie ()
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

 

Entwicklung einer TD-GC-MS Methode zur Messung von Halogenkohlenwasserstoffen aus biotischen und aboitischen Quellen

Betreuer: Prof. Dr. T. Hoffmann 

Es ist schon seit einigen Jahren bekannt, dass verschiedene Makro- und Mikroalgen halogenierte Kohlenwasserstoffe emittieren (biotische Quellen). Diese halogenierten Verbindungen können photolytisch Halogenradikale abspalten, welche dann in der Atmosphäre verschiedene Reaktionsrouten einschlagen können, die direkten oder indirekten Einfluss auf das Klima ausüben. So kann die Reaktion von Iodradikalen mit Ozon einerseits zur Absenkung des Ozons in der Atmosphäre führen und gleichzeitig durch die Bildung von Iodoxiden und deren Folgereationen zur Bildung neuer Partikel und damit von Wolkenkondensationskeimen das Klima beeinflussen. So steht die Emission der halogenierten Verbindungen am Anfang von verschiedenen klimarelevanten Reaktionen.Seit kurzem ist bekannt, dass nicht nur Algen halogenierte Kohlenwasserstoffe emittieren, sondern dass diese auch durch abiotische Quellen freigesetzt werden. In diesen Bildungsprozess ist die Reaktion von Ozon an Oberflächen, wie Eis oder Seewasser, involviert. Die Bildung der Halogenalkane an Partikeloberflächen wird ebenfalls diskutiert.Das Ziel meiner Arbeit ist die Entwicklung einer sensitive Methode zur Untersuchung der halogenierten Kohlenwasserstoffe und mittels Tracer-Verbindungen oder -Verhältnissen zwischen biotischen und abiotischen Quellen zu unterscheiden. Die Methode der Wahl hierfür ist die anreichernde Probensammlung mittels Adsorbtionsmitteln mit anschließender Thermodesorption (TD) und Gaschromtographie-Massenspektrometrie (GC-MS) in negativer chemischer Ionisation, diese Ionisationsmethode wurde aufgrund der hohen Elektronenafinität halogenierter Verbindungen gewählt.