Workshop 17.-18.10.2002

Bericht über den am 17. und 18. Oktober 2002 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz abgehaltenen Workshop

Als Eröffnungsveranstaltung für das zum 1. Oktober 2002 genehmigte DFG-Graduiertenkolleg "Spurenanalytik von Elementspezies: Methodenentwicklungen und Anwendungen" wurde am 17./18.10.2002 ein Workshop zur Elementspeziation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz abgehalten. Dieser Workshop wurde in Zusammenarbeit mit dem Interdiziplinären Arbeitskreis Spurenanalytik der Universität Mainz und dem Arbeitskreis für Mikro- und Spurenanalyse der Elemente und Elementspezies (A.M.S.El.) der Fachgruppe Analytische Chemie in der GDCh durchgeführt. Das Graduiertenkolleg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Methoden zur Elementspeziesbestimmung zu entwickeln und auf interdisziplinäre Fragestellungen anzuwenden. Es profitiert von den zahlreichen unterschiedlichen Fachrichtungen, die in diesem Graduiertenkolleg kooperieren. So sind insgesamt 16 Arbeitsgruppen der Fachrichtungen Chemie, Physik, Geologie, Atmosphärenforschung, Biologie und Medizin der Universität sowie dem Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz beteiligt.

Als erste Rednerin im Rahmen des Workshops konnte die für Graduiertenkollegs in Rheinland-Pfalz zuständige Abteilungsleiterin im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Frau Brigitte Klempt, begrüßt werden. Als nächster Redner zeigte sich der Vizepräsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Herr Prof. J. Preuß, über die Einwerbung des neuen Graduiertenkollegs sehr erfreut und stellte diesen Erfolg auch als Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Mainzer Universität heraus. Die nächsten Redner waren Herr Prof. A. Seubert, Universität Marburg, als Vorsitzender des Arbeitskreises für Mikro- und Spurenanalytik der Elemente und Elementspezies sowie Herr Prof. K.G. Heumann als Sprecher des Graduiertenkollegs. Herr Heumann nutzte die Zeit, um die Stipendiaten kurz vorzustellen. Insgesamt konnten für die Arbeit im Graduiertenkolleg bisher 12 Stipendiaten aus 5 verschiedenen Ländern gewonnen werden, die sich alle durch ausgezeichnete Studienleistungen hervorgehoben haben.

Schwerpunkte des Vortragsprogramms waren insgesamt 6 Hauptvorträge von international bekannten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Elementspeziation. So trug Herr Prof. L. Ebdon, Universität Plymouth, über das Thema "Speciation – The key to understanding environmental impact" vor, Herr Prof. F. Adams, Universität Antwerpen, über "ICP-TOF-MS coupled with separation methods for elemental specation", Herr Prof. T. Reich, Institut für Kernchemie der Universität Mainz, über "Direct species analyses in solid samples and solutions by X-ray absorption spectroscopy (XANES and EXAFS)", Herr Prof. J.A. Caruso, Universität Cincinnati, über "Selenium speciation – Important developments for the biosciences", Herr Prof. H. Emons, Forschungszentrum Jülich, über "Speciation of trace metals in biological samples as a challenge for quality-assured ultratrace analysis" und Herr Dr. Y. Thomassen vom National Institute of Occupational Health in Oslo über "Challenges in characterising chemical and morphological composition of nickel containing workroom aerosol particles – Bulk and individual particle speciation".

Vervollständigt wurde das abwechslungsreiche und interessante Programm durch verschiedene Diskussionbeiträge von Mitgliedern des Graduiertenkollegs und durch auswärtige Arbeitsgruppen. Weiterhin konnten sich die Teilnehmer in einer Postersession über die neuesten Entwicklungen im Bereich Elementspeziation und Spurenanalytik informieren. Durch insgesamt 15 Posterbeiträge wurde ein breites Spektrum an Forschungsschwerpunkten abgedeckt. Der erste Tag wurde mit einem kulinarischen Highlight, einem Abendbüfett mit Weinen aus der Region, beendet. Der zweite Tag wurde durch die Verleihung des von der Firma Merck KGaA gestifteten A.M.S.El.-Preises an Herrn Dr. H. Reinhardt vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, eröffnet. Mit insgesamt fast 100 Teilnehmern und einer regen Anteilnahme von interessierten und diskussionsfreudigen Zuhörern ist dieser Workshop als voller Erfolg zu werten. Abschließend bleibt zu sagen, dass man mit Spannung dem nächsten Workshop des Graduiertenkollegs entgegensehen kann.

Dr. Iris Sound
Post-Doktorandin im Graduiertenkolleg "Elementspeziation"